Es wird mal wieder Zeit für eine weitere Lektion
von Bayrisch für Anfänger.
Diesmal befassen wir uns mit dem Thema: Schmankerl,
auf preißisch: Delikatessen, Köstlichkeiten.
Schon seit Urzeiten entfliehen, vor allem in den Sommermonaten
“Saupreißn” = Norddeutsche
ihren tristen Tiefebenen und fallen heuschreckenschwarmartig
ins schöne Bayernland ein.
Nicht nur Bayerns unvergleichliche Natur hat es ihnen angetan,
sondern vor allem das gute bayerische Essen und natürlich das bayerische Bier.
Zum Schutz der urbairischen “Schmankerl” = Köstlichkeiten
hat man diesen teils recht unappetitliche, bzw. unaussprechliche Namen verpasst,
hätten uns doch ohne diesen Trick die “Saupreißn” alles weggefressen.
In Zeiten in denen man sich in Bayern modernster Agrartechnik
und der Genmanipulation bedient und so für alle genug zum Fressen da ist,
lüften wir den Schleier und geben eine Übersetzungshilfe
für die leckersten “Schmankerl” die Bayern zu bieten hat:

“Brezn” = Laugengebäck, unverzichtbare Beilage zu “Weiswürschten” und “Leberkaas”
“Böfflamot” = stammt von Boeuf a la mode, eine Art bairischer Sauerbraten,
das Rindfleisch wir in Rotwein gebeizt.
“Gammäfleisch” = Gammelfleisch, bairische Spezialität,
nur zum Export bestimmt, erfunden in Deggendorf.
“Hendl” = Brathähnchen, Broiler, darf bei keinem Volksfest fehlen
“Leberkaas” = Leberkäse, enthält weder Leber, noch Käse.
ein echt bayerisches Camouflage-Produkt.
“Muich” = Milch von glücklichen Kühen
“Nonnenfürzle” = Nonnenfürzchen, Allgäuer Spezialität, Schmalzgebäck.
Aus Food from Bavaria:
“Dieses duftige Gebäck müsste eigentlich korrekterweise Nonnenfürtchen heißen, was von dem mittelniederdeutschen Wort „nunnekenfurt” sich ableitet, was soviel bedeutet wie von den Nonnen am besten zubereitet. Ein Witzbold machte daraus den nicht ganz salonfähigen, aber heute überall gebräuchlichen Namen, um den sich dann natürlich bald allerhand Legenden rankten. So soll bei einem Essen eine große Schale voll dieser duftenden Köstlichkeiten serviert worden sein, und ein alter Domherr und Feinschmecker griff sich gleich das größte heraus und sagte schmunzelnd: „Ich nehme das von der Oberin.”"
“Oar” = Eier, Produkt von meist eng zusammenlebenden Hühnern
“Obatzter, Obazda, Obazdn” = Angebatzter, bairische Käsezubereitung
“Weißwurscht” = Weißwurst, bayerisches Frühstück,
darf das 12-Uhr Läuten des Kirchturms nicht hören.
“Schweinsbrodn mit Semmeknedl” = Schweinebraten mit Semmelknödel,
Lebenselexier Bayerns
“Schweinshaxn” = Bayerns knusprige Antwort auf das Eisbein
“Semme” = Brötchen, Schrippe
“siassa Semf” = süsser Senf, unverzichtbar zu “Leberkaas” und “Weisswürscht”

Obligatorisch, das heißt zwingend erforderlich,
zu den meisten bayerischen Schmankerln, außer zu Süßspeisen,
ist a schaumige Hoibe = 1/2 Liter schaumiges, bayerisches Bier
oder wahlweise a Maß = 1 Liter Liter bayerisches Bier

Pfiat di Gott Bayernland Biermöslblosn
Wurst in Wurstwasser
Leberkäse Werbung Günter Grünwald
Uli Hoeneß Nürnburger am Fischstand
Martina Schwarzmann Fleischfachverkäuferinnen Fetischist
Wurstwasser Mundstuhl
Sommerhit Martina Schwarzmann
Der Feinschmecker Gerhard Polt
Monika Gruber Günter Grünwald Pizza Werbung
Halloween im Land der Berge
Monika Gruber Italienische Delikatessen
bayerisches Lebensgefühl
Bayern im Weltall Die Niederlage
Grünwald Gruber im Supermarkt
Servus machs guat Nicki




